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KW-01-2018: #Montreal 2017 #Tower Of Song # THE MONTREAL AFTERs – A last concert review by christof graf on: blog.leonardcohen.de & cohenpedia.de: #Tower Of Song – Eine Gala in Vollendung ohne Kompromisse

#Tower Of Song – “Eine Gala in Vollendung ohne Kompromisse”

A Memorial Tribute To Leonard Cohen

Bell Centre, Montreal/ Canada, 6th November 2017

 a concert review by christof graf

photos: christof graf montreal_2017_Tower_of_Song_Stage-Cohenpedia-Phto_by-ChristofGraf-15a

The “Leonard Cohen Memorial Tribute “began in grand fashion” wrote the MONTREAL GAZETTE. “One Year After His Death, the Legendary Singer-Songwriter is Remembered, Spectacularly, in Montreal” headlined the US-Edition of NEWSWEEK. Die Medien sprachen über ein “Star-studded Montreal memorial concert which celebrated life and work of Leonard Cohen.” – “Cohen fans sing, shout Hallelujah in tribute to poet, songwriter Leonard Cohen”, titelte THE STAR. The NATIONAL POST said: “Sting and other stars shine in fast-paced, touching Leonard Cohen tribute in Montreal”. Dieser Meinung waren all jene, die dort waren. Es war ein bewegendes wie auch faszinierendes Konzertereignis der Güteklasse Eins.

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Schon mittags pilgerten die ersten Besucher in die Hockey Arena des Bell Centres. Am Abend sprachen die Veranstalter von knapp 20.000 Besuchern. Einige Medien berichteten über 16.000, andere von 22.000. Viele der Besucher kamen in dunklen Anzügen und Fedora-Hut, in Anlehnung an Cohens „Arbeitsgarderobe“. Diese trug er zuletzt bei seinen über drei Stunden dauernden Konzerten 2008 bis 2013. Egal, wie viele Besucher es letztendlich waren, das Bell Centre war bis in die obersten Ränge gefüllt. Das „Tower Of Song – A Memorial Tribute To Leonard Cohen“ war ausverkauft.  MONTREAL-TOSa

Die Erwartungshaltung war groß und Fans des kanadischen Singer/ Songwriters pilgerten aus der ganzen Welt nach Montreal, um ihrem vor einem Jahr verstorbenen Idol zu huldigen. Aber es waren nicht nur Fans, Freunde und Cohenmaniacs, die das Bell Centre am Vorabend des ersten Todestages des Montrealer Rockpoeten zu ihrem Pilgerort machten. Es waren auch seine Künstlerkollegen, denen es ebenso eine Herzensangelegenheit war, dem Lebenswerk des „Grandseigneur“ zeitgemäßer Wortschmiedekunst zu huldigen.

Zahlreiche Tribute-Alben und über 3000 Cover-Versionen gibt es bis ins Jahr 2017 von Leonard Cohens Liedern. Seit dem 6. November sind 24 neue hinzugekommen. Adam Cohen, Leonards Sohn, der seit den 90ern selbst als Singer/ Songwriter erfolgreich auftritt und das letzte Album („You Want It Darker“) seines Vaters produzierte, coverte in seinen Konzerten regelmäßig Songs vom „alten Herrn“, wie z.B. allen voran eines seiner Lieblingslieder „So Long, Marianne“. Zum ersten Todestag seines Vaters umgab er sich mit musikalischen Weggefährten, Tourneemusikern und Freunden, um mit ihnen das künstlerische Lebenswerk seines Vaters zu feiern.

Mit diesem Anliegen erfüllte er an jenem kalten Novembertag in Montreal die letzten Weisungen seines Vaters. “My father left me with a list of instructions before he passed”, sagte Adam Cohen im Vorfeld, als das Konzertereignis im Herbst öffentlich gemacht wurde. Seit Frühjahr des Jahres arbeitete er an der Verwirklichung. „Put me in a pine box next to my mother and father. Have a small memorial for close friends and family in Los Angeles…and if you want a public event do it in Montreal”, erklärte Adam Cohen und ergänzt: “I see this concert as a fulfillment of my duties to my father that we gather in Montreal to ring the bells that still can ring.”

Genau diese Glocken wurden „in Honour Of A Musical Icon“ (CBC) zurecht geläutet. „Leonard Cohen was a man oft the world“, bschrieb Kommentatorin Angeline Tetteh-Wayoe „our Man“ in der am Tag darauf gesendeten „CBC MUSIC SPECIAL“-Sendung, das wie eine Gala wirkende Konzert. Es erinnerte ein wenig an das „Tribute To Freddie Mercury“ von 1992, bei dem auch diverse Künstler zum Tode einer Ikone musikalisch Tribut zollten, um damit Trauer und Verehrung zu bewältigen.

Ich besuchte das Konzert mit Freunden aus Montreal. Manfred, der schon seit 30 Jahren in Montreal lebt, hatte Karten am Tag des Vorverkaufs erworben. Das Konzert sei binnen 10 Minuten weltweit ausverkauft gewesen. Sechs seiner Freunde waren aus Montreal, einen lud er aus Deutschland ein. Meine Reise nach Kanada war das Konzert mehr als wert. Manfreds Montrealer Freundeskreis veredelte den Abend. Nach einem Aperitif, bei dem sich alle in Manfreds Stadtwohnung schon am Nachmittag einfanden, machten wir uns zu Fuß auf den Weg ins Bell Centre. Kalt war es geworden. Irgendwie hatten wir Glück, dass wir nicht allzulange in der Kälte anstehen mussten. Die Warteschlangen an den Eingängen waren lang. Die Body Checks an den Eingängen gingen jedoch zügig voran. Unsere Plätze konnten wir rechtzeitig zum Konzertbeginn einnehmen.MONTREAL-TowerOfSong-STING-photocredit-by-Christofgraf_cohenpedia-1  Die Bühne war im Vergleich zu jenen in europäischen Hallen größer. Im Hintergrund hing ein Theatervorhang, ähnlich, wie er bei Leonard Cohen-Konzerten der Welttour 2008-2013 zu sehen war, aber ohne die „bekannten“ Cohen-Zeichnungen darauf. Vier große „Studio-Scheinwerfer“ schufen eine Art musikalische Aufnahme-Studioatmosphäre. Wie ein Wächter über seine Kunst schaute das „You Want It Darker“-Fotomotiv Leonard Cohens mit einem weißen Spotlight von der obigen Hallendeckenmitte herunter. Die Bühne war in dezentes blaues Licht eingedimmt. Der Bühnenboden hatte Stufen, auf denen „stageleft“ Sharon Robinson, The Webb Sisters und die Begleitband und „stageright“ das „Tower Of Song“-Orchester ihren Platz neben den jeweils auftretenden Künstlern, die zumeist in der Bühnenmitte standen, einnahmen. Zwei große LED-Videoleinwände übertrugen das Bühnengeschehen bis in die hinteren Reihen des Bell Centres.

Sting stieg als erster der über 20 Interpreten zu dem Intro von „Dance Me To The End Of Love“ ein paar Treppenstufen herunter. Im schwarzen reverslosen Jacket stimmte er auf den Abend ein. Der frühere „Police“-Frontmann, der wie später auch Elvis Costello den roten „Remembrance Day Poppy“ an der Jacke trug, stand fast regungslos, geradezu andächtig auf der Bühne. Manchmal wippte er den Oberkörper zum Takt der Musik. Einige Besucher strömten während des Songs noch immer in das Innere der Halle. Der Konzentration von Sting tat das keinen Abbruch. Er offerierte mit diesem wehmütigen Waltzer, das perfekte musikalische „Amuse Geule“ für dieses denkwürdige Konzertereignis, von dem es heißt, dass es eine Art Pilotprojekt für eine zukünftige Konzertserie werden soll.

Von „Dance Me To The End Of Love“ heißt es, er sei von Cohen in Edmonton während eines Schnee-Blizzards in einem Hotelzimmer, das er mit zwei Hitchhikern bezogen hatte, geschrieben worden. “I always figured it was about a convent somewhere,” Sting has said of the song. “It’s not really about nuns at all. I think it’s about a bordello.” Leise ging der knapp fünfminütige Opener zu Ende. Die Atmosphäre zwischen den Songs war eine Mixtur aus Hochachtung gegenüber der jeweils vortragenden Künstler und andächtiger Gespanntheit auf das, was da noch kommen sollte.

Die kanadische Indie-Pop-Queen Feist, wußte diese Ruhe für sich zu nutzen. Sie fügte einfühlsam den Song “Hey, That`s No Way To Say Goodbye” in das knapp dreistündige Programm ein.. Den trug sie auch schon bei der Verleihung der Juno Awards 2016 vor, bei denen Cohen für „You Want It Darker“ geehrt wurde. Unspektakulär stand sie da, im hellen Kleid und nun vor rot angestrahltem Bühnenvorhang, allein mit akustischer Gitarre. She captured the song’s lugubrious wistfulness in all its mystery, auf ähnliche Weise, wie sie es schon mit dem Song “Closing Time” in Sarah Polley’s film “Take This Waltz” getan hatte. Das Publikum schien dabei den Atem anzuhalten, denn man hatte das Gefühl, als könne man in der Hockey-Arena eine Nadel fallen hören, so still war es bei den Performances. Nur der tosende Applaus unterbrach die wie Psalmen vorgetragenen Lieder.

Patrick Watson, in Sneakers, Jeans und schwarzem T-Shirt begann ebenso einfühlsam seine dreieinhalbminütige Interpretation von „Who By Fire“. Begleitet wurde er von zwei Backup-Sängerinnen. Zusammen mit Orchester und Band trieben die beiden den Sänger im letzten Drittel geradezu in einen lauten Trance-Gesang.

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Nur Sharon Robinsons “I`m Your Man” klang dann noch lauter. Ihr Auftritt war für mich einer der Höhepunkte des Abends. Unerwartet und auch ungewohnt schlüpfte sie aus der Rolle der Background-Sängerin in die Performerin am vorderen Bühnenrand. Als sie die Songzeilen „If you want a lover/ I’ll do anything you ask me to/ And if you want another kind of love/ I’ll wear a mask for you” zeigte sich Mrs. Robinson auch ungekannt extrovertiert, schwenkte Hüften und Fedora-Hut und gab sich angenehm rockig wie nie.

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https://www.youtube.com/watch?v=ePs2wqUAYa4

Dank der stark präsenten Webb-Sisters bei den Arrangements von Wesley Schultz und Jeremiah Fraites (von „The Lumineers“) war deren Version von „Democracy” nicht weit vom Original entfernt.

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Wohl in Anlehnung an Cohens jahrzentelanger Aufhenthalte in den Staaten (New York und Los Angeles) hing zur Visualisierung des Textinhaltes ab Mitte des Songs das „Star-Spangled-Banner“ von der Bühne. „I am not a pacifist. I don t believe that this world can´t afford pacifism”, hört man Leonard Cohen im Anschluß, dank der Einblendung einer virtuellen Interviewpassage, sagen.

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https://www.youtube.com/watch?v=tAR16l66D4g

Das Konzert lebte von der Verschmelzung von Cohens eigenem Liedgut und fremder Interpretation und macht den Rockpoeten durch gelegentliche Einspielungen zwischen den Songs geradezu präsent. Bevor Ron Sexsmith die Bühne für „Suzanne“ betrat, war es Prime Minister Justin Trudeau—with Leonard’s Unified Heart on his tie—who stood onstage with his wife, Sophie Grégoire-Trudeau. Er erzählte davon, wie “In 1988, my father attended one of Leonard’s shows, when he went backstage afterward, [Leonard] said, ‘What does one have to do to get a good review in this town?’” – Die kleinen Anekdoten, insbesondere die von Sophie vorgetragen, gab es auch in französischer Sprache. Sie bezeichnete Leonard als “Quebecaner”, als wahren “Montrealer”, auch wenn er nicht in französischer Sprache sang (von kleinen Ausnahmen wie z.B. dem Song „Un Canadian Errant“ vom „Recent Songs“-Album (1979) oder von einem Leonard Cohen-Cover von Georges Dor`s „La Manic“, das er übrigens am 29. November 2012 im Bell Centre live in Concert sang, abgesehen). Aber Leonard war auch ein Beispiel dafür, was Quebecaner auf beiden Seiten des Boulevard St. Laurent fühlen: „Angst, Solitude, Love gained and Love lost. Adam Cohen unterstreicht das, als er im Vorfeld des Konzertes erklärte: “Although there’s perennial shenanigans going on between Francophone and Anglophone, Leonard Cohen has always transcended that boundary.” Mit den Worten “We Liked to say, he belongs to us in a way, but he belongs, and he will always belongs to the world” leitete Frau Trudeau Leonards Zitation von “A Thousand Kisses Deep” ein, bevor Ron Sexsmith den Klassiker “Suzanne” interpretierte.

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https://www.youtube.com/watch?v=AIrfZpUIQt0

Mein zweiter Favorit des Abends war Elvis Costello, der aus “The Future” eine herrliche geschriene Blues-Rock-Variante machte. Costello erinnerte mit dieser achteinhalbminütigen Version daran, daß Cohen „irgendwann“ auch noch ein Blues-Album machen wollte.

Nach Costello zeigt die Leinwand Cohen in seinem Haus auf Hydra an seiner Olivetto-Schreibmaschine, gefolgt von Cohens „Markenzeichen dem „Unified Heart“, das als Coverdesign für dessen „Book Of Mercy“ 1984 entworfen wurde. Wieder ein Moment, in dem man im Bell Centre eine Stecknadel hätte fallen hören können. Ein perfekter Moment für Damien Rice und seiner akustischen Gitarre, „Famous Blue Raincoat“ zu beginnen.

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„I am grateful to get a poem. I don`t question the sources. For me poetry it is the evidence of a life and not life itself. It is the ashes of something which is burning well…”, hört man danach Leonard Cohen eingeblendet sagen, bevor Adam Cohen mit akustischer Gitarre die Bühne betritt. Er begrüßt das Publikum in französischer Sprache. Mit der Zeile “Come over to the window, my little Darling” beginnt er einen seiner Lieblingssongs, „So Long Marianne“. Noch während der ersten Strophe schritten die Webb Sisters an seine Seite und unterstützten ihn zusammen mit dem „Publikum-Chor“ beim Refrain. Ein weiterer großer bewegender Song, der das Publikum mit immer lauter werdendem Chor feierte. Im Hintergrund der Bühne wurden Bilder von Marianne Ihlen und Leonard Cohen Hand in Hand laufend, gezeigt. Vor dem letzten Drittel des Songs wurde das Tempo des Songs reduziert und Adam begann die berühmten Zeilen seines Vaters, die der an seine im Sterben liegende Muse schickte, zu zitieren. Jene Zeilen, die Leonard Cohen 2016 kurz vor Mariannes Tod am 29. Juli 2016 in Form eines Briefes an sie richtete und mit denen er auch seinen Frieden mit seinem eigenem ihm bevorstehenden Tod machte: „Marianne it’s come to this time when we are really so old and our bodies are falling apart and I think I will follow you very soon. Know that I am so close behind you that if you stretch out your hand, I think you can reach me. ‘And you know that I’ve always loved you for your beauty and for your wisdom, but I don’t need to say anything more about that because you know all about that. But now, I just want to wish you a very good journey. Goodbye old friend. Endless love, see you down the road.”

Viele im Publikum schlossen bei dem Song die Augen. Adam Cohen kommt gerade bei diesem Song-Klassiker zu Gute, wie ähnlich seine Stimmlage zu der seines Vaters, ist. Es fällt nicht schwer an das Original zu denken, wenn Adam ansetzt, „So Long, Marianne“ tief aus seinem Inneren herauszurufen.

Die Zahl der bewegenden Momente an diesem Abend wurde von Song zu Song größer und K.D. Lang`s anschließendes „Hallelujah“ vor der Pause, war eine weitere Stufe zum Aufstieg in den „Tower Of Song“.

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K.D. Lang sang “Hallelujah” bereits 2005 bei der damaligen JUNO Award-Verleihung. Im Jahr zuvor nahm sie es für ihr Cover-Album „Hymns“ auf und betitelte den Song schon damals, was er auch immer mehr wurde, auch an diesem Abend, mit: „eine Hymne.“ Als Leonard Cohen 2006 in die „Canadian Songwriters Hall of Fame” aufgenommen wurde, performte sie die “Hymne” sogar in Anwesenheit vom Schöpfer des Songs. “There’s something about the lyrics that transport you into a more meditative state,” sagte K.D. Lang damals den CTV NEWS und erklärte: “To me (it’s about) the struggle between having human desire and searching for spiritual wisdom.”

Nach der etwa 20minütigen Pause, die viele für begeisterte wie kritische Feedbackgespräche oder auch nur zum Bierholen oder für Toilettengänge nutzten, ging es atmosphärisch dicht genauso weiter, wie der Abend begonnen hatte. In der Pausenzeit wurden u.a. Leonard Cohens Zeichnungen auf den Bühnenvorhang projiziert, die man u.a. aus dem „Book Of Longing“ kennt. Bei Saallicht wurde einem erst bewußt, wie groß diese Hockey-Arena, die Cohen selbst auch schon auf seiner weltumspannenden letzten Konzertreise zu füllen wußte, tatsächlich ist. Spätere kleine Live-Einspielungen vom damaligen Konzert im Bell Centre erinnerten daran.

MONTREAL-TOSa Nachdem das Saallicht ausging machten Künstler wie Willie Nelson, Céline Dion, Peter Gabriel, Chris Martin von Coldplay und Cohen selbst die Erinnerung an den Verstorbenen wieder lebendig, als sie schließlich Verse von Cohens tatsächlichem „Tower Of Song“ via Video-Botschaften vortrugen, um genau in diesen Song überzuleiten.

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https://www.youtube.com/watch?v=WK-EePLiFbo

“Tonight the great mysteries have unravelled and I’ve penetrated to the very core of things,” Cohen said, from the screen. Danach durfte das Publikum über die Auflösung des größten Mysteriums des Lebens schmunzeln. Eine Einspielung Cohens gab die Antwort auf die Fragen aller Fragen, was wohl der Sinn des Lebens ist… und das alles zur Musik und zum Text von „Tower Of Song“. Dieser Song aus dem 1988er Album „I`m Your Man“ endet mit dem Zeilen: „… Dee Doo Damm Damm“, welche für Cohen letztendlich auch die Antwort und Grund des Mysteriums schlechthin darstellen. Westmount’s „Congregation Shaar Hashomayim Choir“, den man vom „You Want It Darker“ herkennt, stimmte damit auf Set 2 des Abends ein.

Für „The Sisters Of Mercy“ schritt Sting zum zweiten Mal, dieses Mal im weißen Hemd und mit Akustikgitarre ans Mikrofon. Zu seiner Rechten spielte eine der Geigerinnen des „Tower Of Song“-Orchesters ihr Instrument im Up-Tempo-Fiddle-Style.

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Auch Adam Cohen kam in der zweiten Hälfte erneut auf die Bühne. Dieses Mal mit Lana Del Rey an seiner Seite. Sie interpretierten einfühlsam „Chelsea Hotel No. 2“ als Duett. Bei geschlossenen Augen klang Adams Gesang wieder wie der seines Vaters. Ein weiterer Gänsehautmoment für viele. Die „Pop-Noir“-Sängerin aus Los Angeles, die auch einem Hollywood-Streifen der 40er Jahre entstiegen sein könnte, coverte den Song schon einmal 2013. Ein paar Tage nach Cohens Tod, am 11. November postete sie auf INSTAGRAM ein Bild mit dem Zusatz: „I’d be lying if I said it didn’t kind of break my heart that I never got to tell you how much you changed me. Not that it would’ve mattered to ya, it’s just that other than Bob and Joan you were the only person I ever really felt spoke my language. I love you as a real fan and I always look for a little bit of you in all of my future friends. God bless.” – Wer diese Zeilen zuvor gelesen hatte oder kannte, musste sich in jenem Moment dieser Aufführung an die Tiefe dieser Worte erinnern.

Jeder der Anwesenden, ob Besucher oder Künstler trägt seine ganz eigene Leonard Cohen-Geschichte und Erinnerungen an diesen Ausnahmekünstler der Populären Musik durch sein Leben. Jeder verbindet mit den Songs Gefühle an Momente von tiefgehender Bedeutung. Und so vielfältig die Bilder sind, die beim Hören von Cohens Musik und Worte in den Köpfen der Zuhörer entstehen, so vielfältig waren auch die ganz exklusiven Darbietungen an diesem Abend.

Vielfältigkeit und genreübergreifender Stile-Mix standen also bei der Huldigung Leonard Cohens im Mittelpunkt. Manche der Künstler blieben dabei nah am Original, andere gaben dem Original eine persönliche Note. Bettye Lavette legte bei “In My Secret Life” viel Liebe in ihre klassische Soul-Musik. Ganz anders ging Courtney Love an die Aufgabe, „Everybody Knows“ zu interpretieren. Sie blieb ihrem Image der „Rockbraut“ einfach nur treu und ließ die Laszivität einer Lana Del Ray schnell vergessen und tauschte sie durch Sex-Appeal aus.

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https://www.youtube.com/watch?v=HkPU8VabPEk

Slash von Guns`n`Roses postete am Tag der Todesmeldung Leonard Cohens auf INSTAGRAM ein R.I.P.-Schwarz-Weiß-Foto von einem seiner „Idole“, wie er einmal Cohen nannte. Robert Plant von Led Zeppelin sagte über Leonard Cohen, er sei „neben Bob Dylan der wohl wichtigste und genreübergreifendste Singer/ Songwriter unserer Zeit.“ Einige Rock-Bands, wie z.B. Styx oder Gov`t Mule coverten 2016/ 2017 bei ihren jeweiligen Tourneen seine Songs, wie z.B. „Hallelujah“ oder „Bird On A Wire“. Eine Geste, die viele Bands z.B. auch dem im Januar 2016 verstorbenen David Bowie entgegen brachten. Homages wie diese gibt es viele. Depeche Mode z.B. spielen während ihrer 2017/ 2018er Tournee noch immer „Heroes“ zu Ehren David Bowies. Andere Künstler zollten Leonard Cohen schon früher Tribut. Andrew Eldritch z.B. benannte in den 80ern seine Gothic-Rock-Band nach dem gleichnamigen Song „Sisters Of Mercy“. Die Band zitierte mit dem Namen ihres Albums „Some Girls Wander By Mistake“ eine Liedzeile aus Cohens Stück „Teachers.“ Leonard Cohen wurde also auch in härteren musikalischen Gefilden gehuldigt. Nicht zuletzt auch in den 90ern in dem in dem Nirvana-Song „Pennyroyal Tea“. Darin heißt es in der zweiten Strophe: „Give Me A Leonard Cohen Afterworld.“ Und so gibt es viele Musiker aus dem Heavy-Rock-Bereich, die den eher für ruhigere Töne bekannten kanadischen Singer/ Sonwgriter, dennoch ehrfurchtsvoll verehren.

Was aufgrund ihres Namens auf dem Plakat der Veranstaltung also keine Überraschung war, eher Anlass zur Verwunderung gab, aber der gediegenen Veranstaltung mit Band und Orchester sehr gut stand, war also der fulminante Auftritt der Kurt Cobain-Witwe und „Hole“-Frontfrau Courtney Love. Sie suchte sich einen der rockigeren Songs von Leonard Cohen aus und machte „Everybody Knows“ zur aus meiner Sicht wahren „Hymne“ des beeindruckenden Abends. „Es gibt immer Alternativen, und ich hätte ihm möglicherweise helfen können“, sagte Cohen 1994 über Cobains Freitod.  Vielleicht war dieses Angebot Grund, warum Courtney Love unbedingt bei diesem „Memorial“ dabei sein wollte. Lässig, lasziv, bei jeder ihrer Bewegungen immer etwas provokant wirkend, betrat sie die Bühne, suchte schnell die für sie typische Pose, in dem sie ein Bein breitbeinig auf eine Box stellte und den Mikroständer fast wie eine Waffe hielt und die ersten Liedzeilen geradezu ins Mikrofon rotzte. Zuvor hatte das Publikum leisere Töne gehört, jetzt zeigte Courtney Love wie Leonard Cohen auch klingen kann: Schnell, rauh und roh. Im schwarzen, spitzenbesetzten Träger-Satinkleid mit schwarzen kniehohen Lederstiefeln spielte sie den Part der Rockröhre bestens. Nach der viereinhalb-Minuten-Version war der Rock-Spuk vorbei und das zumeist wie andächtig verharrende Publikum musste sich schon ein bißchen wie unter eine kalte Dusche gekommen, fühlen.

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Man sollte nicht glauben, Courtney Love hätte zum ersten Mal einen Leonard Cohen-Song gecovert. Bei einem Konzert ihrer Band „Hole“ performte sie schon einmal „Take This Longing” und auch “The Future”. “I grew up with Leonard Cohen records and going, ‘I wish that was me he was writing about,’” she told US-ROLLING STONE Magazin, following Kurt Cobain’s death in 1994. “I wanted to be Suzanne, I wanted to live down by the river. … I just wanted to be the girl in the Leonard Cohen song.” – Am 6. November 2017 in Montreal war sie das.

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https://www.youtube.com/watch?v=3CfhAOkpbgI

“Im here because I am a huge Fan. I`ve never had the honour of meeting Leonard Cohen”, gestand der Comedian Seth Rogen und meinte ironisch nur: “I had a Hebrew school teacher named Leonard Cohen, but he was not that cool”, in Anspielung auf die vielen “Leonard Cohens” in nordamerikanischen Telefonbüchern. “I`m here to read a poem. And I am incredibly excited because as a Canadian Jewish Person there is no higher honour than reading a Leonard Cohen poem in the middle of a hockey arena”. Mit diesen Sätzen traf der Comedian den Nerv vieler Kanadier und gab dem eigentlich recht gefühlvollen ernsten Abend erstmals eine lustige Komponente. Danach las Mr. Rogen den Songtext von „Field Commander Cohen“ vor und leitete mit „That`s it“ und „Please welcome BØRNS“ zum nächsten Act über.

Der US-amerikanische Musiker und Songwriter aus Michigan, der sich sonst in den Musikgenres Indie-Pop bzw. Rock und Synthpop bewegt, gab als ein Künstler, der erst acht Jahre nach Entstehen dieses Liedes zur Welt kam, mit seinem eigenwilligen „If It Be Your Will“ dem Lied eine komplett neue Projektionsfläche. Der engelsgleiche Gesang der Webb Sisters passte sich ebenso wie das Orchester und die rockige Gitarre an den eindringlichen Gesang von BØRNS an.

Was danach kam, erinnerte sehr an die „Grand Tour“ des „Grandseignors der Melancholie“. Javier Mas, der spanische Gitarrenmeister, ließ mit seinem Einführungssolo einmal mehr die Erinnerung an die fast wie eine „neverending tour“ wirkende Konzertreise Leonard Cohens, die bis 2013 währte, aufleben.

Seine kein Alter kennenden Finger zupften die Gitarre dieses Mal für die nächste Generation. Sohn Adam Cohen, Damien Rice et Coeur de Pirate stimmten nach Javiers wie gewohnt exzellentes Gitarrenspiel den Song „The Partisan“ an. Adam Cohen wußte mit der einstigen „unofficial anthem of the French Resistance“ das Publikum aus seiner andächtigen Ruhe herauszureißen und zum Chorgesang zu bewegen.

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https://www.youtube.com/watch?v=2NtRvG_4Yq8

Bevor Sting mit „Anthem“ mit seinem dritten Song des Abends die atmosphärische Dichte des Abends zu steigern wußte, war es noch einmal Elvis Costello, der die Bühne zum zweiten Mal und wieder mit einer Blues-Rock-Version betrat. Eindringlich und ergreifend zugleich war Elvis Costellos Präsentation von „Bird On A Wire“, die dem Original fast noch mehr Tiefe verleihen konnte.

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In a 2009 interview with the TORONTO STAR, Costello was philosophical about the fact that Cohen had never been a guest on his TV TALK SHOW “SPECTACLE”. “I remember going to see Leonard Cohen (in concert in London) and thinking, ‘He’ll never be on SPECTACLE because he doesn’t need to do it.’ He need never do another interview for anybody, because (his) show is perfect, the most perfect show I think I’ve ever seen.” – Für mich, waren Elvis Costello`s Beiträge mit die besten an diesem denkwürdigen und musikalisch historischen Montrealer Abend. Costello`s Songs waren die, die zusammen mit jenen von Sting, die ein wenig aus der Generation von Leonard Cohen zu kommen schienen. Ja, Musiker aus der Generation Leonard Cohens waren etwas minderrepräsentiert. Ok, Bob Dylan hätte eh abgesagt, wenn er denn gefragt worden wäre. Dylan sagt schließlich auch Nobelpreis-Verleihungen ab. Bei seiner eigenen hatte er auch keine Zeit und am 6.11.2017 trat er im Rahmen seiner eigenen Tournee in Pittsburgh, Pennsylvania/ USA auf. Gründe also genug, um nicht zu erscheinen. Auf der anderen Seite hätte er sich mit einem „Hallelujah“-Cover, das er tatsächlich schon einmal in Montreal, am 8. Juli 1988 zu Ehren Cohens intonierte, bedanken können. Cohen fand schließlich ein wunderbares Wortbild anlässlich der Bekanntgabe, dass Dylan den Nobelpreis für Literatur 2016 erhalten solle. Diese Bekanntgabe fand am 13. Oktober 2016 statt, just an jenem Tag, an dem Cohen sein letztes Meisterwerk „You Want It Darker“ einer kleinen Öffentlichkeit in Form eines „Kamingespräches“ in der kanadischen Botschaft in L.A. vorstellte. Leonard Cohen gave his thoughts on Dylan’s award: “To me,” he said, “[the award] is like pinning a medal on Mount Everest for being the highest mountain.” Im selben Gespräch, bei dem ich 2016 neben einigen Medienvertretern aus aller Welt zu Gast war, Cohen returned to the subject of Dylan when talking about the way he writes songs. “I think that Bob Dylan knows this more than all of us: you don’t write the songs anyhow,” he said. “So if you’re lucky, you can keep the vehicle healthy and responsive over the years. If you’re lucky, your own intentions have very little to do with this. You can keep the body as well-oiled and receptive as possible, but whether you’re actually going to be able to go for the long haul is really not your own choice.”

Vielleicht war das der Grund, warum so wenige Neil Youngs oder Paul Simons am 6. November in Montreal zugegen waren. Die Lou Reeds und David Bowies gab es 2017 schließlich schon nicht mehr und die anderen, wie z.B. Joan Baez, Joni Mitchell oder Judy Collins passten vielleicht auch nicht mehr zu dem Anliegen, das Liedgut Leonard Cohens in die nächste Generationen weiterzutragen. Bei den Mitchells, Simons & Co`s waren diese Lieder längst angekommen. Jetzt nach dem Tod von Leonard Cohen geht es darum, seine Lieder für die Ewigkeit am Leben zu erhalten und sie nachfolgenden Künstlern und deren Publikum weiterzugeben. Es soll wohl so sein, wie es sich Leonard Cohen selbst einmal gewünscht hat, als er in einem Interview 2008 sagte: „Ich wäre glücklich, wenn meine Lieder noch in 300 Jahren von Frauen an Flüssen beim Wäsche waschen gesungen würden, wenn es denn dann noch Frauen gäbe, die auf diese Weise Wäsche waschen und wenn es denn dann noch Flüsse gäbe.“

Im Anschluß an seine Performance bedankte sich Costello bei der „Cohen-Family“, die dieses Ereignis organisierte und stellte noch die Bandmitglieder vor, bevor Sting mit „Anthem“ seinen dritten Song präsentierte.

Auch der „Shaar Hashomayim Choir” kam mit Kantor Gideon Zelermyer noch einmal auf die Bühne und perfomte unterstützt mit der Video-Präsenz des „Meisters” den Song „You Want It Darker”.

Almost at the end of the concert, Adam Cohen, now in black T-Shirt and red bandana played “Coming Back to You” the first of his father’s songs he said he learned and explaining that the goal of this beautiful evening “was celebration.”

“The goal tonight was to, as in many religions, to sing songs of praise for someone who is no longer with us,” he said. “And I know my father would be very grateful for that beautiful love you´ve given to him. . . these songs being kept alive by these beautiful voices.”

Noch war es nicht der letzte Song des Abends gewesen. Adam Cohen kam noch ein letztes Mal zurück, wenn auch zunächst nur mit der scherzhaften Bemerkung: „Nein, wir haben keinen weiteren Song mehr, das wird keine Zugabe mehr, ich stehe hier einfach nur mit meiner Gitarre so rum …“. Das Publikum quittierte den Scherz mit einem herzhaften Lachen.

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Basia Bulat war es, die den letzten Song “Closing Time” anstimmte, ähnlich wie es einst Leonard Cohen beim Finale seiner Konzerte tat, wenn er mit diesem Song seine Jünger und Pilger fürsorglich mit den Worten „Don `t catch a summer cold“ in die Nacht entließ.

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Über zwanzig Künstler interpretierten am 6. November 2017 vierundzwanzig der bekanntesten Werke Leonard Cohens. Der von vielen Musikern vielzitierte „Tower Of Song“, wurde beschworen. Den Ort aller Lieder zu betreten, ist das Ziel aller Singer/ Sonwgriter. Als kurz vor 23.00 noch einmal alle Künstler die Bühne betraten, war klar: Hier war er gewesen, an diesem Abend, der „Tower Of Song“. Und alle, die dabei gewesen sind, haben ihn betreten. Dem „Architekten des Tower Of Songs“ und Wortschmied wurde Ehre erwiesen. Ein musikalisches Meisterwerk wurde gefeiert, das noch lange über den Tod von dessen Schöpfer hinaus klingen wird. Und es wurde Trauer bewältigt. – „Tower Of Song“ – A Memorial Tribute To Leonard Cohen“ war für alle Dabeigewesenen ein unvergessliches Konzerterlebnis par Excellence. “Those who had contact with Leonard Cohen during his life would invariably speak of his incredible presence — whether it was up close in person, in a TV interview or on stage during a concert”, schrieb THE TIMES OF ISREAL nach dem Konzert. An diesem Abend spürte man noch ein Jahr nach seinem Tod, wie präsent Leonard Cohen noch immer ist. Das Finale gehörte dem ganz großen Gefühl, jemanden zu vermissen, der nicht mehr unter uns weilt.

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Am Tag darauf wurden Auszüge des Konzertes auf CBC im Radio gesendet. Geplant ist, von den Aufnahmen ein CD, DVD/ BLU RAY-Produkt zu Machen, das 2018 erscheinen soll. Am 2. Januar 2018 wird der ZUsammenschnitt im kanadischen fernsehen gezeigt. Inwiefern das komplette Konzert veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt. Anbei die tatsächliche Setlist wie auch die der auf CBC gesendeten Sendung.

 

On the following day excerpts of the concert were broadcasted on the CBC radio station. The plan is to turn the recordings into a CD, DVD/BLU Ray product, which will appear in 2018.

 

TV-SHOW CBC/ On January 2nd, 2018

On January 2nd, 2018, a cut together version will be broadcasted on Canadian TV. In which scope the whole concert will be made available is not yet known. Enclosed is the actual set list, as well as the one being shown on the CBC.

 

SETLIST/ LIVE PERFORMANCE on 6th November 2017

Tower Of Song – A Memorial Concert To Leonard Cohen

Montreal, Bell Centre, 6th November 2017

Sting

1. Dance Me to the End of Love

Feist

2. Hey, That’s No Way to Say Goodbye

Patrick Watson

3. Who by Fire

Sharon Robinson

4. I’m Your Man

Wesley Schultz and Jeremiah Fraites from The Lumineers

5. Democracy

Pre-recorded voice of Leonard Cohen

6. A Thousand Kisses Deep

Ron Sexsmith

7. Suzanne

Elvis Costello

8. The Future

Damien Rice

9. Famous Blue Raincoat

Adam Cohen and The Webb Sisters

10. So Long, Marianne

k.d. lang

11. Hallelujah

Shaar Hashomayim Choir (Leonard Cohen cover) (with video performances by… more )

12. Tower of Song

Sting

13. Sisters of Mercy

Adam Cohen and Lana Del Ray

14. Chelsea Hotel #2

Betty LaVette

15. In My Secret Life

Courtney Love

16. Everybody Knows

Seth Rogen

17. Field Commander Cohen

BØRNS and The Webb Sisters

18. If It Be Your Will

Adam Cohen, Coeur de pirate and Damien Rice

19. The Partisan

Elvis Costello

20. Bird on the Wire

Sting

21. Anthem

Shaar Hashomayim Choir (Leonard Cohen cover) (with pre-recorded voice of Leonard Cohen)

22. You Want It Darker

Adam Cohen and Basia Bulat

23. Coming Back to You

Basia Bulat

24. Closing Time

 

SETLIST/ FM Radio Broadcasting 7th November 2017:

Tower of Song: A Memorial Tribute to Leonard Cohen was broadcasted Nov. 7 at 8 p.m. on CBC Radio 2

Tower of Song – The ‘official’ Leonard Cohen memorial concert organized by Adam Cohen in Montreal as per his father’s specification was recorded from FM with many tiny breaks in reception removed and instances of repetitive radio host chatter deleted. The band includes Javier Mas (stringed instruments) who has several magnificent solos. Backup singing is by Sharon Robinson and The Webb Sisters. Not broadcast were Shaar Hashomayim Synagogue Choir (Tower of Song, You Want It Darker; bracketing the second set), and Courtney Love (Everybody Knows; after t30).

Running Time: 116:40

 Set One:

 01. -radio host intro-

 02. Dance Me to the End of Love

 03. -radio host talk-

 04. Hey, That’s No Way to Say Goodbye

 05. -radio host talk-

 06. Who By Fire

 07. -radio host talk-

 08. I’m Your Man

 09. -radio host talk, talk-

 10. Democracy

 11. -radio host talk-

 12. -talk-

 13. A Thousand Kisses Deep

 14. -radio host talk-

 15. Suzanne

 16. -radio host talk-

 17. The Future

 18. -radio host talk-

 19. -talk-

 20. Famous Blue Raincoat

 21. -radio host talk-

 22. So Long Marianne

 23. -radio host talk-

 24. Hallelujah

 

 Set two:

 25. -radio host talk-

 26. Sisters of Mercy

 27. -radio host talk-

 28. Chelsea Hotel #2

 29. -radio host talk-

 30. In My Secret Life

 31. -radio host talk-

 32. -talk- > Field Commander Cohen > -talk-

 33. If It Be Your Will

 34. -radio host talk-

 35. The Partisan

 36. -radio host talk-

 37. Bird on a Wire

 38. -talk-

 39. Anthem

 encore:

 40. -radio host talk-

 41. -talk-

 42. Coming Back to You

 43. -radio host outro-

 44. Closing Time

 

t22: includes reading of Mr. Cohen’s final letter to Marianne

 t44: fragment, faded out

 Angeline Tetteh-Wayoe – radio host

 Leonard Cohen – songwriter, except

 t13, 30: with Sharon Robinson

 t35: by Anna Marly, Emmanuel d’Astier de la Vigerie; Hy Zaret – English lyric

 

performers:

 t02, 26, 40: Sting

 t04: Feist

 t06: Patrick Watson

t08: Sharon Robinson (credited as Cat Power)

 t09, 19: Leonard Cohen (prerecorded)

 t10: Wesley Schultz, Jeremiah Fraites (Lumineers)

t12: Justin Trudeau, Sophie Gr�goire-Trudeau

t13: Leonard Cohen (recited, prerecorded)

 t15: Ron Sexsmith

 t17, 37, 38: Elvis Costello

t20: Damien Rice

 t22: Adam Cohen w/ The Webb Ssiters

 t24. k.d. lang

t28: Lana Del Rey, Adam Cohen

 t30: Bettye LaVette

 t32: Seth Rogon (talk, recitation)

t33: B�rns w/ The Webb Sisters

 t35: Coeur de pirate, Adam Cohen, Damien Rice

 t41: Adam Cohen

 t42: Adam Cohen w/ Basia Bulat

 t44: Basia Bulat

 

 

 

 

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